Blog: MY WORDS ARE FREE - LET MY VOICE BE HEARD
MY WORDS ARE FREE
Trinationale Begegnung mit 21 Jugendlichen aus Deutschland, Polen und Mazedonien
An Ostern sind Leipziger Jugendliche von ihrer ersten Jugendbegegnung in Tetovo, Mazedonien, zurückgekommen. Nicht nur Souvenirs waren im Gepäck sondern auch beeindruckende Erlebnisse und Erfahrungen, die sie vor Ort sammeln durften.
Vom 31. März bis 07. April 2012 haben sich 21 Jugendlichen bei dem Projekt MY WORDS ARE FREE mit den Menschenrechten auseinandergesetzt, speziell mit dem Artikel 19 Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung.
Das trinationale Jugendprojekt wagt den Versuch die Implementierung des Artikels 19 in den Ländern Deutschland, Mazedonien und Polen zu vergleichen. Die teilnehmenden Jugendlichen haben aus erster Hand erfahren, was es bedeuten kann, als Student im ehemaligen Jugoslawien aktiver Widerstandskämpfer zu sein oder als Fotograf und Reporter nicht jene Bilder und Meinungen veröffentlichen zu können, die von Staatswegen unerwünscht sind.
Die informativen Gespräche mit den Zeitzeugen aus Tetovo sind Ausgangspunkt für die eigenen Filmprojekte zum Thema Meinungsfreiheit. Vier trinationale Gruppen machten sich auf die Suche nach eigenen Eindrücken und Bildern sowie Interviewpartnern. Beispielsweise recherchierte eine Gruppe zu sanktionierten Graffitiaktionen und -aktivsten in Tetovo.
Neben dem Thema Meinungsfreiheit wurden Übungen zu Demokratie und Interkultur durchgeführt, sie wurden an einem Abend von einer mazedonischen oder albanischen Familie eingeladen und konnten die zweitgrößte Stadt des Landes bei Tag und Nacht erleben.
Der Abschied war für alle beteiligten Jugendlichen nicht sehr leicht, doch sie kommunizieren bereits via facebook-Gruppe miteinander, tauschen Eindrücke und Fotos aus. Sie freuen sich auf die weiteren Begegnungen und ein Wiedersehen in Leipzig und Wroclaw.
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Blog: Sozialismus - Demokratie oder Dogma?
Mehr als ein Jahr arbeiteten wir am gemeinsamen Projekt. Wir haben zusammen viel Arbeit geleistet. In Novosibirsk hatten wir eine gute Möglichkeit mit unserem Projekt an zwei Wettbewerben teilzunehmen und unsere Arbeit zu präsentieren.
Im Dezember fand die X. regionale Etappe eines internationalen Marktes für sozial – pädagogische Innovation (10 этап международной ярмарки социально-педагогических инноваций), an unserer Schule statt.
Das Ziel des Wettbewerbs war es, neue Arbeitsformen von Jugendlichen vorzustellen. Genau das Projekt gehört zu dieser neuen methodischen Arbeit - Fertigkeiten im Team zu erlangen, gemeinsam zu arbeiten, Kompromisse zu finden. Das lernt man nicht in der Schule sondern genau bei der Arbeit an solchen Projekten.
Die Bildungskonferenz bestand aus 3 Etappen:
1. die Schuletappe
2. die Regionaletappe
3. die Stadtetappe
Wir traten in der Sektion Politologie an. Die Projekte wurden von Dozenten aus Universität begutachtet. Für die Präsentation hatten wir 10 Minuten. Im Laufe dieser Zeit haben wir über unsere Arbeit am Projekt berichtet. Die Jury zollten uns eine hohe Anerkennung. Sie stellten fest, dass unser Thema ganz neu für diesen Wettbewerb war und auch heutzutage sehr aktuell ist. Uns wurde der Titel Laureat “Золотоой Лиги» ( Goldene Liga) verliehen. Die Auszeichnung fand am 13.03.2012 satt . Uns wurden Anerkennungsschreiben und Danksagungsschreiben ausgehändigt.
Natascha Arkadjewa


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Blog: Sozialismus - Demokratie oder Dogma?
"Staatskunst ist die kluge Anwendung persönlicher Niedertracht für das Allgemeinwohl." - Abraham Lincoln
Präsentation des Projektes in der 112. Mittelschule anlässlich einer sozialpädagogischen Schulmesse. Die Teilnahme erfolgt in einem Wettbewerb und die Schüler absolvieren hiermit die erste von drei Stufen.





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Ein Interview mit Wladimir Kaminer
Wladimir Kaminer, beruflich ein deutscher Schriftsteller, privat ein Russe, so beschreibt er sich selbst und so würde ihn auch jeder andere beschreiben, der je ein Interview mit ihm geführt hat.
1967 in der Sowjetunion geboren, wuchs er dort auf und studierte später in Moskau Dramaturgie. 1990 wollte er dann über die DDR nach Dänemark fliehen, blieb aber in Berlin hängen, wo er bis heute lebt. Fragt man ihn aber nach dem Grund für das Verlassen seiner Heimat, so antwortet er nur: „Nicht ich habe die Sowjetunion verlassen, die Sowjetunion hat mich verlassen.“
Auf sein Leben vor dem Zerfall der Sowjetunion schaut er immer mit einem kleinen Lächeln zurück, nicht über sich selbst, sondern eher über das damalige Regime. So meint er, dass man auch in diesem Unterdrückungssystem Lücken fand, „in denen man Spaß haben und ein erfülltes Leben führen konnte, ohne jemals mit den Leuten (des Staates) in Berührung zu kommen“. Dies gelang einem aber nur bis zu einen bestimmten Punkt, so Kaminer. Dieser Punkt war bei ihm der Abschluss der achten Klasse, als er sich entschied keinen weiteren Bildungsweg einzuschlagen und zu Hause blieb, da er sich sicher war, dass alles, was ihnen in der Schule erzählt worden war, nicht stimmte. „Dass das Alles Propaganda war“. Bald darauf wurde er von der Armee eingezogen, obwohl er „weder etwas mit dem Staat noch etwas mit der Kultur zu tun haben“ wollte.
Nach dem Mauerfall dann dachten er und seine Freunde: „Super, das ist das Loch in unserem Ei, durch das wir alles raus können!“ So sollte es dann ja auch sein. Das war ganz klar die Niederlage unseres korrupten Systems, sagt Wladimir Kaminer noch heute.
Zu den ehemaligen politischen Verhältnissen in seiner Heimat antwortet Kaminer wie folgt:
„Die Probleme des Staates waren niemals die Probleme des Volkes und umgekehrt. Sie waren Feinde. Der Staat hat versucht das Volk von sich weg zu halten. Die Bevölkerung blieb fern, aber nutzte jede Möglichkeit den Staat abzumurksen. (…) Und der Staat machte alles, was man gegen die Bevölkerung tun konnte.“ So gab es damals Rechte, die man nicht brauchte und Pflichten, die man nicht erfüllen wollte.
Laura Peters & Felix Böhmer




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"Wenn ein Film Erfolg hat, ist er ein Geschäft. Wenn er keinen Erfolg hat, ist er Kunst." - Carlo Ponti
11.01.2012 Mittwoch
Heute sollte unser Projekt nun endlich würdevoll und festlich abgeschlossen werden. Lange haben wir die Präsentation unserer Arbeit, die die Filmpremiere und die Eröffnung der Ausstellung einschloss, vorbereitet. Je mehr sich am Abend die Aula unserer Schule mit eingeladenen, aber auch mit Überraschungsgästen füllte, desto nervöser wurden wir natürlich auch. Als Justus jedoch mit seiner feierlichen Rede die Veranstaltung eröffnete, waren wir sicher, dass sie ein Erfolg werden würde. Wir irrten uns nicht: Stolz machte uns einerseits schon das Interesse vieler Personen aus der Öffentlichkeit, wie Parteienvertreter, Journalisten und die Vorsitzenden von Amnesty International und Memorial. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen, denen sich auch unsere Zeitzeugen anschlossen, sowie die schnell vergriffenen DVDs erfüllten uns mit großer Freude.
Wir hoffen auch auf Interesse am kommenden Tag der offenen Tür unserer Schule, dem 14. Januar.
Josepha Christ







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